Haben Sie sich die Frage auch schon einmal gestellt? Was ist der Unterschied, welcher Server eignet sich für welche Zielgruppe oder Anwendung? Unterstützt meine Applikation ein 64-bit System? In unserem Support-Bereich hören wir viele Fragen dieser Art. Leider sind diese nicht immer pauschal zu beantworten.
Die erste Gegenfrage sollte eigentlich lauten “Welche Kenntnisse bringen Sie denn mit, um einen Server zu administrieren”. Offen gesagt, ist das schon eher provozierend und stößt meist einen potentiellen Kunden ab, so daß man besser fährt, die Antwort aus dem Gesprächsverlauf heraus zu bekommen. Um es an einem anderen Beispiel zu erklären, wenn Sie ein Auto kaufen, lautet die erste Frage auch nicht, “haben Sie einen Führerschein?”.
Somit ist es meist eine Gradwanderung zwischen dem Ziel, etwas zu verkaufen einerseits und der seriösen Beratung des Kunden andererseits. Das Risiko ist hierbei dann letztendlich, daß der Kunde seinen Dienst beim billigsten Anbieter sucht.
Was tun? Viele Tipps zum Thema Server kann man sich über die bekannten Suchmaschinen suchen. Dieser Rat kann in jedem Fall gegeben werden. Dem eher unbedarften Nutzer kann man als Start ein reines Webhosting empfehlen. Hier werden für die üblichen Anwendungen (Blog, Webseite etc) die nötigen Applikationen angeboten und man lädt seine Inhalte einfach per ftp auf den Server. Eine Administration ist nicht von Nöten. Um hier eine Weiterentwicklung zu ermöglichen, sollte man auf kurze Laufzeiten achten und sich nicht auf 24 Monate verpflichten. Monatliche Kündigungsfristen sind hier von Vorteil.
Hat man sich dann mit der Materie ein wenig vertraut gemacht, kann man den nächsten Schritt wagen und sich einen eigenen dedizierten Rootserver mieten oder virtuellen Server mieten. Die Unterschiede sind hier bei der Zielgruppe meist nicht relevant. Preislich liegt der virtueller Server aufgrund der parallelen Nutzung mehrere Personen tiefer als die Nutzung eines eigenen dedizierten Rootservers. Für die ersten Schritte ist somit ein virtueller Server sicherlich eine gute Wahl. Beachtet werden muß hier – die administrative Verantwortung liegt nun bei Ihnen. Sicherheitsupdates, Firewall, logfiles lesen, Maßnahmen treffen, die einem hinreichend den Server absichern.